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Die Steinkohlenzeche Zollverein mit ihrer Kokerei war einst der größte Betrieb seiner Art in Europa. Sie wurde von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer geschaffen und war von 1961 bis 1993 in Betrieb. Ihre Leistung betrug 8.000 t pro Tag. Bis zu 1.100 Menschen hatten hier Arbeit gefunden.

Um 8000 t Koks zu erzeugen, benötigt man 10500 t Kokskohle (Fettkohle). Die Differenz von 10500 t zu 8000 t sind die flüchtigen Bestandteile Gas, Teer, Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Benzol. Das Hauptprodukt Koks wurde für die in der Eisen- und Stahlgewinnung eingesetzt. Bis zu 4 Millionen Kubikmeter wurden täglich von Teer, Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Rohbenzol gereinigt. (Quelle Wikipedia)

Auf Grund der Stahlkrise in den 90iger Jahren und dem damit einhergehenden geringeren Bedarf an Koks musste die Zeche mit ihrer Kokerei stillgelegt werden. Heute reiht sich der Zollverein mit seinem beeindruckenden Industriekomplex in die Liste bedeutender Industriedenkmale ein. Sie gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im folgenden sind einige fotografische Impressionen aus dem Zechen – und Kokereigelände zu sehen. Es sind nur einige Eindrücke dieser monumentalen Industriearchitektur. Die Fotos erheben nicht den Anspruch, technische Abläufe zu erklären.

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Hier in der Kokerei entstand in einer langen Reihe von Öfen aus der Ruhrkohle der Koks. Der Blick zeigt die Straße der Drückmaschinen, die aus den Öfen den fertigen Koks hinausdrückten.

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Heute natürlich ein beliebtes Fotomotiv. Noch lieber hätte ich gerne die gesamte Anlage in Betrieb gesehen.

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Das „Werksschwimmbad“ der Frankfurter Künstler Dirk Paschke und Daniel Milohonic, eröffnet 2001 im Rahmen des Kunstprojekts „Zeitgenössische Kunst und Kritik“, besteht aus zwei zusammengeschweißten Überseecontainern. Ein seltsames Gefühl überkommt einen, wenn man sich vorstellt, vor einer solchen Kulisse mit dem vermutlich herrschenden Produktionslärm zu baden. Aber das hat auch nie statt gefunden. Heute ist es still hier. Der übliche Badelärm von Kindern mischt sich nur noch mit dem Klappern von Tassen und Tellern des Cafés am Fuße der „Badeanstalt“.

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Heute wird das Gelände der Zeche Zollverein anders genutzt. Eine Vielzahl innovativer Unternehmen haben sich angesiedelt. Seit Oktober 2006 beherbergt der ehemalige Leitstand der Kokerei das Erwin L. Hahn Institute for Magnetic Resonance Imaging. Diese Forschungseinrichtung der Universität Duisburg-Essen und der Radboud-Universität Nijmegen entwickelt Geräte und Verfahren für die Magnetresonanztomographie. (Quelle: Wikipedia)

Und die Kunst? „Urbane Künste Ruhr“ entwickelt Projekte, die den Begriff Kunst im öffentlichen Raum als Gestaltung neu definieren. (Quelle: Prospekt Ruhr Triennale rAndom International)

Hier eine Wasserinstallation des Londoner Künstlerkollektivs rAndom International. Sie fordert die Zuschauer auf, sich aus 19 Metern Höhe mit einer Wassermenge von 800 Litern pro Sekunde nass regnen zu lassen. Wahrlich eine Herausforderung, der sich mehr Kinder als Erwachsene stellen.

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