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Früher nannte man das wohl Brieffreundschaften. Früher, als man noch mit Füllfederhaltern schrieb und Tinte an den Fingern hatte. Das kennen heute nicht mehr viele Menschen, nicht einmal mehr Schreibmaschinen kennen sie. Aber sonst – was hat sich eigentlich geändert? Aus Schreibfreunden und – innen sind nun „virtuelle“ Freunde und -innen geworden. Alles geht jetzt auch schneller. Ohne Briefumschläge, ohne Briefmarken, ohne gelbe oder rote Briefkästen, ohne Warten auf den Briefträger. Heute kommuniziert man via ’social media‘, Facebook, Twitter, Google plus oder wie sie sonst alle heißen mögen. Mal eben schnell der Welt mitteilen, wo man seine „Latte“ gerade schlürft. Das ist wichtig! Man hält sich im Gespräch. Man schreibt auch nicht mehr nur einem Menschen, sondern der ganzen Welt. Es ist wichtig, dass die Welt erfährt, warum der Tom soooo süß ist und die Tatiana so gut die Haare schneidet. Nicht so wichtig ist, was manche durchgeknallte Typen und Typinnen (um es gender-korrekt auszudrücken) über schutz- und halbwegs akzeptables Leben suchende Menschen schreiben. Nein, das ist nicht wichtig. Aber man muss sich dieser Art von geistigem Tiefflug auch nicht unbedingt aussetzen. Irgendwo in den Tiefen technischer Einstellungen der Facebooks dieser Welt kann man sie aus seinem Leben verbannen. Wie schön!

Phil DeVries

Aber dann gibt es eben alle diese Anderen: Menschen, die interessant sind, die wirklich etwas zu sagen haben, Künstler, Wissenschaftler, Intellektuelle und viele ganz normale Leute wie du und ich. Man zählt sie plötzlich zu seinen virtuellen Freunden. Bei mir ist einer von ihnen Phil DeVries! Phil ist Naturwissenschaftler mit einem Lehrstuhl an der Universität von New Orleans in Louisiana. Spezialisiert auf tropische Schmetterlinge, hat er jede angeborene Scheu vor Insekten verloren, wenn er sich wieder aufmacht, in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas zu forschen. Ich habe ihn allerdings über seine Straßenfotografie kennen gelernt, die auch ein wenig von seinem Verhältnis zu den Menschen in seiner Umwelt erzählt. Bitte folgen Sie diesem Link auf unsere (Bernd Korte / Frieder Zimmermann)  Seite f11photography, um Phil DeVries kennen zu lernen.

Please click on Info when you see the first photograph!

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