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Als Fotograf wird man, vor allem von Laien, immer wieder gefragt, „was machst du denn so für Fotos?“ Ich hasse diese Frage, weil ich darauf keine Antwort weiß. Jedenfalls keine, mit der mein Gegenüber etwas anfangen kann. Man könnte natürlich antworten, ich knipse im Urlaub die Kinder. Oder man antwortet Landschaften oder vielleicht Menschen auf Straßen. Portraits macht sich als Antwort auch immer gut oder vielleicht doch nur Katzen? Irgendeine Schublade muss jedenfalls her, damit die Frage nicht unbeantwortet bleibt und man geschickt das Thema wechseln kann.

Schön, wenn man einen Blog betreibt, der im weitesten Sinne etwas mit Fotografie zu tun hat. Dann kann man nämlich die Frage prophylaktisch mit einem Zitat von Saul Leiter, dem genialen amerikanischen Fotografen, beantworten: „Ich habe keine Philosophie, ich habe eine Kamera. Ich schaue hindurch und mache Bilder.“ Ich fand dieses Zitat kürzlich und habe mir vorgenommen, es bei nächster Gelegenheit zu nutzen und dabei vielleicht noch auf meine Website aufmerksam zu machen. Und dort  besonders auf die Aufnahmen, die ich gerne dem geneigten Leser dieser Zeilen ans Herz legen möchte. Beim Durchblättern meiner Bilddatenbank bin ich nämlich gerade auf eine Reihe von Fotos gestoßen, die wohl eher zufällig entstanden und versehentlich noch nicht entsorgt worden sind. Und siehe da, irgendwie scheinen sie sich plötzlich auf wundersame Weise zu einer Gemeinschaft zu fügen. Vielleicht aus Protest gegen ihre bisherige Nichtbeachtung.  Sie sind unspektakulär,  technisch unperfekt, haben keine Aussage, und sind einzeln völlig belanglos. Und doch, so als Serie mag ich sie. Eine Kategorieschublade habe ich noch nicht gefunden. Ich fasse sie zunächst mal unter dem Titel „Just a short glimpse!“ zusammen. Sehen Sie selbst hier:
http://wp.me/p5Lkz9-pN

 

 

 

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