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Mich auf die Reise nach UAE zu begeben, in die Vereinigten Arabischen Emirate, wäre mir nicht im Traum eingefallen, wenn es SIE nicht gäbe. Nennen wir sie Melinda (Name vom Autor geändert). Melinda ist so etwas um die Mitte dreißig, lebt und arbeitet seit nunmehr sieben Jahren in Dubai. Geboren ist sie in Köln mit einem türkisch / arabischen „Migrationshintergrund“. So sagt man wohl. Dass sie nicht im Schatten des Doms oder der damals nicht einmal geplanten Zentralmoschee bleiben würde, war mir schon bald klar. Schon während der Schulzeit jobbte sie beim WDR in Radio Europa, machte ein Praktikum am Goethe Institut in Kairo, lernte während der Schule und Studium an der Kölner Uni nebenbei arabisch zu sprechen und zu schreiben. Überhaupt Sprachen … Ich glaube es sind jetzt fünf oder sechs, die sie fließend spricht. Dabei rechne ich nicht die verschiedenen arabischen Dialekte, die sie zumindest unterscheiden kann. Ein oder zwei mal im Jahr kommt M. nach Köln. Dann kommt sie immer auch zu uns, so dass wir ein paar Stunden gemeinsam haben. Sie erzählt dann von ihrem Leben in Dubai, dem beruflichen und privaten. „Wann kommt ihr endlich mal?“ fragt sie jedesmal, wenn die kurze Zeit wieder zu Ende geht und uns und ihr die Tränen in den Augen stehen.
Es ist heiß in UAE und der Flug dauert sechs Stunden. Aber das Leben läuft so erschreckend schnell. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Bei der Fluglinie Emirates Airlines ist man bestens aufgehoben. Wenn man dann noch den Vorzug hat, Business Class fliegen zu dürfen ….! Kaum, dass man seinen Sitz gefunden hat, wird ein Glas Champagner gereicht. Man ist gut beraten, den Hinflug nachts zu wählen, denn die Sitze in einem Airbus A 380 von Emirates sind in der Business Class grandios. Doch bevor man sich zur Ruhe begibt und auf seinem Sitzbildschirm die Qual der Wahl zwischen mehr als hundert Filmen hat, gibt es ein drei-Gänge-Dinner, das keine Wünsche offen lässt. Die sechs Stunden vergehen im wahrsten Sinne wie im Flug. Man kommt ausgeruht in Dubai an. Das ist allerdings auch nötig. Dubai ist der größte Flughafen der Welt. Bis man sein Gepäck hat und die Einreiseformalitäten erledigt hat, sind mindestens eine Stunde zu rechnen. Obwohl ich schon sehr viel in meinem Leben geflogen bin, aber dass man mit einem Zug 15 Minuten zum Gepäckband gefahren werden muss, ist mir bis dahin noch nicht passiert.

Die Einreiseformalitäten waren schnell erledigt. Das Blättern im Pass, ein intensiver und langer Blick in die schwarz umrandeten Augen der gut aussehenden Einreisebeamtin, das war’s. Und dann sahen wir sie. Melinda stand direkt hinter der Absperrung und hatte den Security Officer bereits mit einem Lächeln davon überzeugt, uns kurz durch die Seitenabsperrung zu lassen. „My godparents“, meinte sie und der Security Mann hatte keine Zweifel. Wir waren in Dubai.

To be continued.

 

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